Burg (Spreewald) – Investitionen in Soleaufbereitungsanlage und Gradierwerk

Touristen fragen vermehrt den Kurort Burg (Spreewald) nach. Das liegt zum einen an der einzigartigen Landschaft, zum anderen an den qualitativ hochwertigen Angeboten. Ergänzt werden diese Punkte durch die einzigartige Thermalsole. Vor dem Hintergrund der Verlängerung der Bleibebereitschaft möchte der Kurort Burg (Spreewald) in Zukunft das natürliche Heilmittel, die Thermalsole, welche aus 1350 m gewonnen wird und einen Salzgehalt von 23 % aufweist, stärker in Wert setzen. Mit dem medizinisch-balneologischen Gutachten wurde die Heilwirkung bestätigt. Neben der Entwicklung neuer Produkte (Solegurke) soll vor allem die Heilwirkung in den Vordergrund rücken. Um in der Soleförderung auch zukunftsfähig zu sein und um Kosten zu sparen, wurde im Rahmen der wirtschaftsnahen touristischen Infrastruktur ein Antrag zur Anlagenoptimierung bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg gestellt. Dieser wurde bereits Ende 2017 bewilligt, aktuell sind die notwendigen Leistungen ausgeschrieben.  Ziel ist es, eine energiesparende und noch leistungsfähigere Soleaufbereitungsanlage vorzuweisen. Diese Maßnahme ist auch eng an das langfristige Ziel, der Schaffung eines modernen Gradierwerkes, gekoppelt.

Bild: Relativ unspektakulär wirkt der Brunnenkopf, der die wertvolle Sole beherbergt, welche zum wesentlichen Erfolg des Kurortes Burg (Spreewald) geführt hat.

Hintergrund:

Bereits im Jahr 1995 konnten alte Gutachten der ehemaligen DDR nachweisen, dass Burg (Spreewald) ein großes Flöz unter sich hat. Um den angestrebten Kurortstatus zu erhalten, gab es bereits in diesem Jahr Bestrebungen, ein Bad zu errichten. Schon vier Jahre später, genau am 7. März 1999 stießen Geologen in einer Tiefe von 1.350 Metern auf Sole. Diese sprudelte mit einem Salzgehalt von rund 230 Gramm pro Liter und einer Temperatur von 31 Grad Celsius aus dem Bohrloch. Als Investor und gleichzeitig Betreiber konnte am 18. Oktober 2002 Dr. Stefan Kannewischer die Verträge mit der Gemeinde Burg (Spreewald) schließen. Es folgte am 20. Februar 2004 der Spatenstich zur Spreewaldtherme. Bereits am 30. September 2005 öffnete die Spreewald Therme ihre Türen für Gäste und Einheimische.  Ergänzt wurde dieses Angebot durch den Bau des Spreewald Thermenhotels, welches am 4. Dezember 2012 eröffnete. Mit dem Bademantelgang wurde ein weiteres „Highlight“ in Sachen Erholung geschaffen. Von den Investitionen und der Nutzung profitieren zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen in der Umgebung.

gez. Sven Tischer