Bad Schmiedeberg – Seit 140 Jahren bewährt

In Bad Schmiedeberg wird in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum gefeiert. Das „Städtische Eisenmoorbad“ wurde vor 140 Jahren, am 28. April 1878, gegründet.

Als die hier stationierten Dragoner im März 1878 in preußische Kasernen verlegt wurden, verlor die Heidestadt ihre Erwerbsgrundlage. Die Bürger hatten bis dahin ihr gutes Auskommen durch die Versorgung der berittenen Soldaten. Es war der damalige Bürgermeister Moritz Hauswald, der den Magistrat und die Bürger überzeugte, einheimische Moorvorkommen für Bäder und Packungen zu nutzen und die leerstehenden Zimmer an Kurgäste und Erholungssuchende zu vermieten.

Im verlassenen Garnisonslazarett wurden zwei Holzzuber für Moorbäder aufgestellt und im Mai 1878 stiegen die ersten Gäste in diese Moorwannen. Der Garnisonspark wurde kurzerhand zum Kurpark und zwei Jahre später entstand aus einer der drei Reithallen ein zeitgemäßes Badehaus. Die ständig steigenden Besucherzahlen machten dessen mehrmalige Erweiterung bis zur Jahrhundertwende notwendig. Der Bau von Elektrizitätswerk, Kanalisation, Wasserturm und der Eisenbahnanschluss förderten das aufstrebende Bad. Das neue Kurhaus, das am 1. Mai 1907 seine Türen öffnete, brachte den Jugendstil in den Ort und ist seitdem Symbol des florierenden Badeortes. …

In kurzer Zeit vollzog sich in dem kleinen mitteldeutschen Städtchen ein grundlegender Wandel. Aus einer ehemals sächsischen Garnisonsstadt wurde der Kurort Bad Schmiedeberg. Heute ist das staatlich anerkannte Moor-, Mineral- und Kneippheilbad einer der beliebtesten Kurorte Mitteldeutschlands.

In Bad Schmiedeberg machen wir Sie fit! Die Kombination der drei natürlichen Heilmittel mit moderner Medizin ist einzigartig und kommt der Gesundheit zugute. Nutzen Sie die Kompetenz dieses Heilbades für Ihr Wohlbefinden. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Gäste, die ihre Kur selbst finanzieren, wissen zu schätzen, dass hier auf Qualität großer Wert gelegt wird.

Zum 140. Gründungsjubiläums des Eisenmoorbades gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die die Entwicklung des Heilbades nachvollziehen und würdigen. Dazu zählt auch eine  Ausstellung im Kurmittelhaus.

„… das Gedeihen der Stadt ist mit dem Gedeihen des Moorbades auf das innigste verknüpft.“  Diese Feststellung einer Bürgerversammlung vom 3. März 1880 zieht sich durch alle 140 Jahre der Stadt- und Kurgeschichte.

Ein florierender Kurbetrieb bedeutet seit 140 Jahren für die kleine Stadt Arbeit und Auskommen. Die Kurstadt lebt von ihren Gästen und für ihre Gäste. Um ein attraktiver Kurort zu sein, erforderte es seit je Ideen, Initiativen und Investitionen.

Wie sich die Entwicklungen von Moorbad und Stadt gegenseitig bedingen und beflügeln bezeugen auch Ansichtskarten, die Bad Schmiedebergs Gäste gern verschickten.

Der ehrenamtliche Stadtchronist Felix Saul sammelt seit mehr als 40 Jahren diese Karten, die die Entwicklung seines Heimatortes von der Garnisons- zur Kurstadt dokumentieren.

Anlässlich des 140. Gründungsjubiläums des Eisenmoorbades Bad Schmiedeberg sind erstmalig in dieser Ausstellung größere Teile seiner Sammlung öffentlich zu sehen.

Die Ausstellung im Atrium des Kurmittelhauses kann im Jubiläumsjahr bis zum 30. November besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.